
Der Fluch des Feuerbergs
Eine eigenständige Gruselgeschichte aus Sizilien
Alter: ab ca 6 Jahren • Lesedauer: ca. 10 - 12 Minuten
Als Livia den schwarzen Stein fand, war er warm.
Nicht sonnenwarm. Die Sonne war längst hinter den Bergen verschwunden, und über dem schwarzen Lavafeld lag bereits der violette Schatten des Abends.
Der Stein war von innen warm.
„Elio, komm mal her“, rief Livia.
Ihr Cousin hockte ein paar Meter weiter zwischen den Felsen und versuchte mit einem Stock, einen besonders großen Käfer von seinem Schuh wegzulotsen.
„Wenn es wieder eine tote Eidechse ist, komme ich nicht“, antwortete er, ohne aufzusehen.
„Es ist keine tote Eidechse.“
Das brachte Elio schließlich dazu aufzustehen.
Livia kniete zwischen zwei Lavabrocken. Hoch über ihnen erhob sich der Ätna, riesig und dunkel gegen den Abendhimmel. Tagsüber waren hier noch Wanderer unterwegs gewesen. Jetzt waren sie allein.
Zwischen den Steinen steckte etwas, das auf den ersten Blick wie schwarzes Glas aussah. Livia zog es vorsichtig heraus.
Der Gegenstand war ungefähr so groß wie eine Walnuss, tiefschwarz und vollkommen glatt. Durch seine Mitte verlief eine feine rote Linie.
Sie glühte.
Elio beugte sich ein Stück näher, blieb aber außerhalb von Livias Reichweite. „Leg das wieder hin.“
Livia hob eine Augenbraue. „Warum?“
„Weil Steine normalerweise nicht leuchten.“
Das war ein ziemlich gutes Argument.
Livia wollte den Stein gerade zurücklegen, als etwas darin zuckte. Hitze schoss durch ihre Hand.
„Au!“
Sie ließ ihn fallen.
Elio war sofort neben ihr. „Was ist passiert?“
Livia antwortete nicht. Sie starrte auf ihre Handfläche.
Vom Daumen bis zum Handgelenk zog sich eine hauchdünne rote Linie über ihre Haut. Sie sah aus wie ein Riss in glühender Lava.
Einmal leuchtete sie hell auf.
Dann wurde sie wieder dunkelrot.
Elio brauchte keine weitere Erklärung. „Wir gehen zu Nonna.“
Diesmal widersprach Livia nicht.
Nonnas Haus stand am Rand eines kleinen Dorfes an den Hängen des Ätna. Als die Kinder durch die Küchentür stürmten, saß sie am Tisch und schälte Pfirsiche.
„Da seid ihr ja. Ich wollte gerade—“
Dann sah sie Livias Hand.
Das Messer fiel klappernd auf den Tisch.
„Wo wart ihr?“, fragte sie.
Elio legte den schwarzen Stein neben die Pfirsiche. „Beim alten Lavafeld. Livia hat das gefunden.“
Nonna griff nicht danach.
Stattdessen stand sie auf, schloss die Fensterläden und verriegelte die Tür.
Livia beobachtete sie. „Nonna, was ist das?“
„Setzt euch.“
„Warum?“
Nonna sah erst Livia, dann den Stein an. „Weil ich euch etwas erzählen muss, von dem ich gehofft hatte, dass es wirklich nur eine Geschichte ist.“
Das gefiel Elio überhaupt nicht.
Nonna holte eine kleine Holzkiste aus dem Schrank. Darin lagen vergilbte Briefe, alte Fotografien und ein dünnes Buch mit einem rissigen Ledereinband.
„Mein Großvater erzählte mir von einem Stollen unter dem Lavafeld“, begann sie. „Vor langer Zeit gingen Männer dort hinein, weil sie glaubten, im Berg etwas Wertvolles gefunden zu haben.“
„Gold?“, fragte Elio.
Nonna schüttelte den Kopf. „Etwas, das sie für einen Edelstein hielten.“
Sie schlug das Buch auf und schob es zu den Kindern.
Auf der Seite war ein gewaltiges Wesen gezeichnet.
Es ging auf vier Beinen, hatte aber nichts von einem Tier. Sein Körper bestand aus schwarzem, aufgebrochenem Gestein. Zwischen den Steinplatten glühten tiefe Risse, und zwei lange Hörner ragten aus seinem Kopf.
Mitten in seiner Brust war ein schwarzer Stein eingezeichnet.
Livia blickte auf den Gegenstand auf dem Tisch. „Das ist doch nicht derselbe.“
Nonna blätterte um. „Die Männer sollen einen Teil davon aus dem Berg getragen haben. Danach verschwand der Stollen bei einem Einsturz. Später erzählte man sich, dass etwas unter dem Vulkan erwacht sei.“
Elio deutete auf die Zeichnung. „Dieses Ding?“
„Niemand wusste, was es war“, sagte Nonna. „Und niemand gab ihm einen Namen.“
Elio verzog das Gesicht. „Das ist nie ein gutes Zeichen.“
Livia hätte normalerweise gelacht. Jetzt hielt sie nur ihre Hand hoch.
Der rote Riss war weitergewandert. Er reichte bereits über ihr Handgelenk.
Nonna schlug hastig die nächste Seite auf.
Dort stand nur ein Satz:
Was dem Feuer genommen wurde, muss dem Feuer zurückgegeben werden, ehe der erste Sonnenstrahl den Berg berührt.
Darunter war eine Hand gezeichnet.
Zur Hälfte bestand sie aus Stein.
Livia wurde still. „Und was passiert, wenn wir zu spät sind?“
Nonna schwieg einen Moment zu lange.
Elio sah sie an. „Nonna?“
„Dann bleibt der Fluch“, antwortete sie schließlich.
Livia schluckte. „Für immer?“
Nonna nickte.
Draußen krachte etwas.
Es klang nicht wie Donner. Das Geräusch kam von tief unter ihnen.
Der Küchenboden vibrierte.
Und der schwarze Stein begann rot zu leuchten.
„Wir bringen ihn zurück“, sagte Elio.
Nonna fuhr zu ihm herum. „Auf keinen Fall.“
„Aber genau das steht doch im Buch.“
„Ihr seid Kinder.“
Elio deutete auf Livias Arm. „Und sie wird gerade zu Stein.“
„Elio!“
„Was sollen wir sonst tun? Bis morgen warten?“
Niemand hatte darauf eine Antwort.
Livia versuchte, die Finger ihrer linken Hand zu bewegen. Sie fühlten sich steif an. Als Zeige- und Mittelfinger aneinanderstrichen, hörte sie ein leises Kratzen.
Stein auf Stein.
Sie sah Nonna an. „Wir haben keine Zeit.“
Nonna schloss für einen Moment die Augen. Als sie sie wieder öffnete, war ihre Entscheidung gefallen.
Sie griff nach zwei Taschenlampen.
Der Eingang zum alten Stollen lag hinter einer eingestürzten Steinmauer. Nonna begleitete die Kinder bis dorthin. Weiter konnte sie nicht mit: Ein schmaler Spalt führte in den Berg, gerade breit genug für Livia und Elio.
„Ihr bleibt zusammen“, sagte sie und drückte jedem eine Taschenlampe in die Hand.
„Machen wir“, versprach Elio.
„Und wenn es zu gefährlich wird, dreht ihr um.“
Elio nickte.
Livia sah ihren Cousin von der Seite an. „Warum nickst du? Wir wissen beide, dass wir nicht umdrehen können.“
„Ich wollte Nonna beruhigen.“
Nonna verschränkte die Arme. „Es funktioniert nicht.“
Trotz ihrer Angst musste Livia kurz lächeln.
Dann zog Nonna sie an sich. „Vor Sonnenaufgang.“
Livia nickte an ihrer Schulter. „Vor Sonnenaufgang.“
Sie krochen durch den Spalt.
Im Berg veränderte sich die Luft sofort. Sie war warm und trocken und roch nach Staub und heißem Stein.
Der Gang führte steil nach unten. An manchen Stellen waren die Wände glatt wie schwarzes Glas. An anderen hingen erstarrte Lavazapfen von der Decke.
Nach einigen Minuten blieb Elio stehen und richtete seine Taschenlampe auf den Boden.
„Livia. Siehst du das?“
Zwischen den Steinen verlief eine schwach glühende rote Linie.
Livia betrachtete ihren Arm und dann den Boden. „Sie sieht genauso aus wie der Riss.“
„Dann zeigt uns dein Fluch offenbar den Weg.“
„Praktisch.“
Elio warf ihr einen Blick zu. „Ich hätte lieber eine Karte.“
Sie folgten der Linie tiefer in den Berg.
Dann hörten sie es.
Krrrk.
Livia blieb stehen.
Elio hob beschwichtigend die Hand. „Wahrscheinlich nur Steine.“
Krrrrrk.
Diesmal kam das Geräusch deutlich von weiter unten.
Darauf folgte ein langsames, tiefes Schaben.
Als würde etwas sehr Großes über Felsen kriechen.
Livia leuchtete in den dunklen Gang. Der Lichtkegel verlor sich nach wenigen Metern.
„Weiter“, sagte sie leise.
Elio atmete aus. „Natürlich.“
Je tiefer sie kamen, desto heißer wurde es.
Der rote Riss hatte inzwischen Livias Ellenbogen erreicht. Ihre linke Hand sah grau aus, und die Haut fühlte sich hart an.
Elio bemerkte es. „Tut es weh?“
Livia bewegte vorsichtig die Finger. „Ein bisschen.“
Diesmal log sie nur halb.
Es brannte. Aber schlimmer war der Gedanke daran, was passieren würde, wenn die Sonne aufging.
Schließlich endete der Gang vor einer steinernen Tür.
Darauf war dasselbe Wesen eingeritzt wie in Nonnas Buch.
Unter der Zeichnung standen verwitterte Worte.
Elio wischte Staub von den Buchstaben. „Kannst du das lesen?“
Livia ging mit der Taschenlampe näher heran. Gemeinsam entzifferten sie die Inschrift.
Es bewacht nicht das Feuer.
Darunter stand eine zweite Zeile.
Es ist das Feuer.
Elio betrachtete die riesige Gestalt auf der Tür. „Das macht es nicht besser.“
Mit einem tiefen Knirschen setzte sich die Tür in Bewegung.
Heiße Luft schlug den Kindern entgegen.
Dahinter lag eine Höhle, so gewaltig, dass ihre Taschenlampen die Decke nicht erreichten. Tief unten floss Lava. Langsam und glühend zog sie sich zwischen schwarzen Felsen hindurch.
In der Mitte der Höhle stand auf einer Felsinsel ein steinerner Sockel.
Livia zeigte darauf. „Da muss der Stein hin.“
Elio nickte.
Dann bewegte sich hinter der Insel etwas.
Zuerst schob sich ein Horn aus der Dunkelheit.
Dann ein zweites.
Ein gewaltiger schwarzer Kopf erhob sich über den Felsen.
Zwei Augen öffneten sich.
Glühend rot.
Livia konnte sich nicht rühren.
Das Wesen richtete sich auf. Schwarze Steinplatten schoben sich knirschend übereinander. Zwischen ihnen pulsierte flüssiges Feuer.
Es war größer als Nonnas Haus.
Viel größer.
Dann öffnete es das Maul.
Darin brannte Lava.
Elio griff nach Livias unversteinerter Hand. „Livia. Wir müssen weg.“
Das Monster brüllte.
Die Höhle bebte.
Jetzt brauchte Livia keine Aufforderung mehr.
„Lauf!“
Sie rannten über einen schmalen Felsweg.
Hinter ihnen krachten Steine zu Boden. Das Wesen folgte ihnen.
Es bewegte sich zunächst langsam, doch jeder seiner Schritte ließ den Boden erzittern.
Livia sprang über einen Riss. Elio kam direkt hinterher.
Ein gewaltiger schwarzer Fuß schlug dort auf, wo sie gerade noch gestanden hatten. Glühende Tropfen spritzten gegen die Felsen.
„Der Sockel!“, rief Elio und deutete auf die andere Seite der Höhle.
Zwischen ihnen und der Felsinsel verlief ein schmaler natürlicher Steg.
Unter ihm brodelte Lava.
Livia blieb für einen Herzschlag stehen. „Das ist nicht dein Ernst.“
„Hast du eine bessere Idee?“, rief Elio zurück.
Sie hatte keine.
Die Kinder rannten auf den Steg.
Hinter ihnen brüllte das Monster erneut.
Da begann der schwarze Stein in Elios Jackentasche zu glühen.
Das Wesen erstarrte.
Seine roten Augen richteten sich auf Elio.
Elio zog langsam den Stein hervor. „Oh.“
Livia sah zwischen ihm und dem Monster hin und her. „Was?“
„Ich glaube, es will den Stein.“
„Das wissen wir seit ungefähr einer Stunde.“
„Nein“, sagte Elio und wich einen Schritt zurück. „Ich meine: Es will ihn jetzt.“
Alle glühenden Risse im Körper des Wesens wurden heller.
Das Monster setzte sich in Bewegung.
Schneller.
Livia begriff zuerst. „Es folgt dem Stein.“
Elio blickte zum Sockel und dann auf das Wesen, das auf sie zukam.
„Dann lenke ich es ab.“
„Auf keinen Fall.“
„Du kannst deine Hand kaum noch bewegen.“
„Elio—“
Er deutete nach oben.
Durch einen schmalen Spalt im Fels war der Himmel zu sehen.
Er war nicht mehr schwarz.
Dunkelblau breitete sich über dem Horizont aus.
Die Nacht ging zu Ende.
Elio sah seine Cousine an. „Wir schaffen es sonst nicht.“
Bevor Livia ihn festhalten konnte, rannte er los.
„HEY!“, brüllte Elio und hielt den Feuerstein hoch. „Komm schon!“
Das Monster drehte den Kopf.
Livia starrte ihren Cousin an. „Bist du verrückt?“
„Ziemlich sicher!“
Das Wesen brüllte und folgte ihm.
Livia rannte zum Sockel.
Ihre Beine wurden schwerer. Der graue Stein hatte inzwischen ihre Schulter erreicht, und sie spürte ihre Fingerspitzen kaum noch.
Sie stolperte, fing sich an einem Felsen ab und zwang sich weiter.
Dann hörte sie Elios Stimme hinter sich.
„LIVIA!“
Sie drehte sich um.
Elio stand am Rand des Lavasees.
Vor ihm das Monster.
Hinter ihm gab es keinen Weg mehr.
„WIR BRAUCHEN DEN STEIN!“, rief er.
Livia sah zum leeren Sockel.
Für einen Moment sagte keiner von beiden etwas.
Dann rief sie: „Wir hatten wirklich einen schlechten Plan!“
„DAS FÄLLT DIR JETZT AUF?“
Das Monster senkte den Kopf.
Elio holte aus und warf.
Der schwarze Stein flog über die Lava.
Livia rannte ihm entgegen.
Zu kurz.
„Nein!“
Sie sprang.
Ihre steinerne Hand schloss sich um den Feuerstein.
Im selben Moment rutschte ihr Fuß weg.
Ihr Knie schlug hart auf den Felsen. Der Stein glitt aus ihren Fingern und rollte auf den Rand zu.
Livia warf sich nach vorn.
Ihre Fingerspitzen erwischten ihn.
Unter ihr glühte die Lava.
Über ihr wurde der Himmel heller.
„Livia!“, schrie Elio.
Sie zog sich hoch.
Das Monster hatte von ihm abgelassen.
Jetzt kam es auf sie zu.
Livia rappelte sich auf und rannte.
Noch zwanzig Schritte bis zum Sockel.
Das Monster brüllte.
Zehn.
Der Boden bebte unter seinen Schritten.
Fünf.
Durch den Felsspalt fiel der erste goldene Sonnenstrahl.
Livia warf sich gegen den Sockel und presste den schwarzen Stein in die Vertiefung.
Nichts geschah.
„Nein.“
Der Sonnenstrahl kroch weiter über den Fels.
Livia drückte den Stein mit beiden Händen hinunter. „Bitte.“
Hinter ihr öffnete das Monster sein glühendes Maul.
Dann hörte sie ein leises Knacken.
Der rote Riss auf ihrem Arm erlosch.
Die steinerne Haut sprang auf und zerbrach wie eine dünne Schale. Kleine graue Stücke fielen auf den Boden.
Gleichzeitig schoss eine Wand aus Feuer aus dem Sockel.
Das Monster brüllte.
Nicht vor Schmerz.
Vor Wut.
Und der ganze Berg antwortete.
„Raus hier!“, schrie Elio.
Sie rannten.
Hinter ihnen brachen Teile der Höhle ein. Lava schoss durch Risse im Boden, Felsen krachten von der Decke.
Livia spürte ihre Finger wieder.
Alle fünf.
Sie erreichten den Tunnel, kletterten über Geröll und krochen schließlich dem Tageslicht entgegen.
„Schneller!“, hörten sie Nonna von draußen rufen.
Elio zwängte sich zuerst durch den Spalt. Livia kam direkt hinter ihm.
Sekunden später stürzte der Eingang ein.
Staub wirbelte durch die Morgenluft.
Dann war es still.
Die Sonne erschien über dem Horizont.
Nonna griff sofort nach Livias Hand.
Keine graue Haut.
Kein roter Riss.
Nur eine dünne schwarze Linie auf ihrer Handfläche blieb zurück, fast wie eine Narbe.
Elio ließ sich auf einen Stein fallen. „Ist es vorbei?“
Livia betrachtete ihre Hand und sah anschließend zum Berg.
„Der Fluch schon.“
Später erzählten sie einigen Leuten im Dorf, was geschehen war.
Niemand glaubte ihnen.
Ein Lavemonster? Ein verfluchter Feuerstein? Eine Höhle tief unter dem Ätna?
Ein alter Mann lachte so sehr, dass ihm beinahe der Kaffee aus der Hand fiel.
„Der Ätna macht Geräusche“, erklärte er. „Er bewegt sich. Er lebt eben.“
Livia und Elio versuchten nicht, ihn zu überzeugen.
Vielleicht war es besser so.
Am Abend saßen sie mit Nonna auf der Terrasse. Der Ätna lag friedlich unter einem rosa Himmel.
Elio betrachtete Livias Hand. „Also, nur damit das für morgen geklärt ist: Wenn du noch einmal einen leuchtenden Stein findest, fasst du ihn nicht an.“
Livia nickte ernst. „Auf keinen Fall.“
Elio entspannte sich.
„Ich rufe dich.“
Er starrte sie an.
Livia grinste. „War ein Witz.“
Da kam aus der Ferne ein dumpfes Grollen.
Das Grinsen verschwand aus ihrem Gesicht.
Alle drei sahen zum Vulkan.
Tief unter Tonnen von schwarzem Gestein lag die Höhle.
Dort stand der steinerne Sockel.
Der Feuerstein saß wieder an seinem Platz.
Lange geschah nichts.
Dann kam ein Geräusch aus der Dunkelheit.
Krrrrrk.
Stein schob sich über Stein.
Zwei glühend rote Augen öffneten sich.
Das Monster war nicht besiegt.
Es schlief nur wieder.
Und diesmal wusste es, dass draußen jemand seinen Fluch gebrochen hatte.
Hinweis zur Inspiration
Die Geschichte spielt am Ätna auf Sizilien und nutzt die reale Vulkanlandschaft als atmosphärische Kulisse. Das Lavemonster, der Feuerstein und der Fluch sind frei erfunden und keine überlieferte sizilianische Sage.
Almas Kindergeschichten · Gruselgeschichten · Websitefassung September 2026